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Siena Tour

Siena Tour
Piazza Duomo


Die Kathedrale, die der Maria Himmelfahrt gewidmet ist, wurde in den Hauptteilen im Jahre 1215 fertig gestellt. Der ursprüngliche Entwurf war sehr ehrgeizig, und sah vor, das bereits damals bestehende Bauwerk so zu vergrößern, dass es die Dimensionen der Kathedrale von Florenz, der historischen Rivalin Sienas, übertreffen sollte. Tatsächlich sollte das heute bestehen Bauwerk nur ein Seitenflügel der Kathedrale sein. Aber unglücklicherweise dezimierte die Pest von 1348 die Stadtbevölkerung um ein Drittel und andere Probleme traten in den Vordergrund; daher mussten die Seneser ihre Träume von Größe aufgeben. Da das Werk bereits vor der Pest begonnen worden war, sind jedoch noch immer Elemente des ursprünglichen Bauprojekts zu sehen, rechts von der Kathedrale.
- Der Fussboden (zu sehen nur im September und im Oktober) ist unterteilt in 56 Quadrate, welche die Geschichte der Zeit, des Menschen und der Erlösung darstellen. Er wurde zwischen 1300 und 1500 von den größten Künstlern Sienas geschaffen.

Die beiden Seitenschiffe: Eine Darstellung der Sibyllen, Priesterinnen, welche die Gabe der Prophezeiung besaßen, verliehen vom Gott Apoll. Die westliche Kirche interpretierte ihre Weissagungen als Vorläufer der christlichen Geschichte und sah in ihnen Prophetinnen als die heidnische Entsprechung zu den Propheten des Alten Testaments. In der Tat hält jede von ihnen eine Schriftrolle, die ein Ereignis aus dem Leben Jesus ankündigt.

Das Mittelschiff: Weisheit, dargestellt als ein ägyptischer Weiser, ist der erste Inhaber der Offenbarung, aber die Übergabe der Offenbarung benötigt eine zeitlichen und räumliche Dimension. Den zentralen Bereich nehmen daher Darstellungen ein, welche das Territorium und die weltliche Macht verkörpern, diese sind den Angelegenheiten des menschlichen Lebens unterworfen und der Überlegenheit der Weisheit.

Linker Flügel des kreuzförmigen Grundrisses: Geschichten aus der jüdischen Welt, die schon im Zusammenhang mit der Offenbarung erwähnt wurden.

Rechter Flügel des kreuzförmigen Grundrisses: gemischte Themen

Sechseck unter der Kuppel: Geschichten des Propheten Elijah.

Chorraum: Geschichten von Moses

Kanzel: Szenen aus dem Leben Christi, von Nicola Pisano geschnitzt von 1266 bis 1268.


- Madonna del Voto (Madonna des Gelöbnis): Schule des Guido von Siena, aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.


- Libreria Piccolomini (Bibliothek der Familie Piccolomini): Fresken aus dem Leben des Papst Pius II., wurden von Francesco Todeschini Piccolomini, dem späteren Papst Pius III. in Auftrag gegeben, ausgeführt von Pinturicchio zwischen 1502 und 1507.


Museum der Kathedrale (Museo dell’Opa): von der Fassade (‚facciatone‘) kann man ein herrliches Panorama auf die Stadt genießen.

- Maestà (thronende Madonna): geschaffen von Duccio in den Jahren zwischen 1308 bis 1311.

Die Arbeit zeichnet sich durch die besondere Feinheit in der Ausführung aus. Die einzelnen Bilder sind anmutig und präzise in der Definition der Details, und das Gesamtwerk ist konstruiert durch Linien und Farben. Behalten Sie dieses Werk in Erinnerung und Sie werden überrascht sein, wenn sie es mit dem Werk zum selben Thema von Simone Martini vergleichen, das sich im Museo Civico befindet.


Das Krankenhaus Santa Maria della Scala (Ospedale Santa Maria della Scala) ist heute ein Museum, wurde aber bis in die 90er Jahre als Krankenhaus genutzt. Das Baugefüge ähnelt einem Labyrinth.

 

- Raum der Pilger: Fresken von Domenico di Bartolo und von Vecchietta, ausgeführt von 1440 bis 1443. Die dargestellten Szenen erzählen die Ursprünge dieses Krankenhauses, das im Mittelalter entstand, als Ort für die Aufnahme von Pilgern, die durch die Stadt reisten, und um barmherzige Taten vollbringen zu können.

 

Piazza del Campo (wörtlich: der Platz des  Feldes)

 

Der Platz, der während der Herrschaft der Neun angelegt wurde (1287-1355: eine Periode der Stabilität und künstlerischer Pracht der Republik von Siena), ähnelt der Schale einer Muschel und nutzt das natürlichen Gefälle des Geländes. Auf diesem Platz findet zweimal jährlich, am 2. Juli und 16. August, das berühmte Pferderennen statt, das Palio genannt wird.

 

- Fonte Gaia: eine Kopie aus dem neunzehnten Jahrhundert ausgeführt vom Bildhauer Tito Sarrocchi. Das Original, geschaffen von Jacopo della Quercia in 1409, wird im Museum Santa Maria della Scala aufbewahrt.

 

- Torre del Mangia: wurde fertig gestellt im Jahre 1341. Der Turm ist 87 Meter hoch - 102 Meter einschließlich des Blitzableiters. Er hat seinen Namen von dem Spitznamen des Glöckners Giovanni di Balduccio, besser bekannt als Mangiaguadagni (wörtlich Verdienst-esser) oder Mangia (Esser), wurde von der Stadt in Auftrag gegeben, um die Stunden zu schlagen. An der Spitze des Turmes befindet sich eine große Glocke, die von den Sensen Campanone (wörtlich große Glocke) oder Sunto genannt wird. Sunto kommt von Assunta, und bezieht sich auf ‚Maria Assunta‘, das heißt: Maria, die in den Himmel aufgefahren ist. Die Glocke ist der Mariä Himmelfahrt gewidmet.

 

- Palazzo Pubblico: begonnen nach 1250 und fertig gestellt im Jahr 1310.
- Cappella di Piazza, im Jahre 1352 erbaut, um an die Pest von 1348 zu erinnern.

Stadtmuseum (Museo Civico):


- Maestà (thronende Madonna): ausgeführt von Simone Martini im Jahr 1315. Obwohl nur 4 Jahren liegen zwischen der Maestà des Duccio di Boninsegna, die im Museum OPA des Domes zu sehen ist und der Maestà des Simone Martini, diese also praktisch zur selben Zeit geschaffen worden sind, scheint ein Jahrhundert vergangen zu sein, so groß ist der Unterschied in der bildlichen Darstellung des gleichen Themas.

In der Tat ist die Maestà (thronende Maria) von Simone Martini, im Gegensatz zu der von Duccio, durch eine dekorative Fülle des Bildes geprägt.

Der Geist der Ritterlichkeit und der Weltlichkeit spiegelt sich in dieser Szene wider, obwohl es ein heiliges Thema ist: Heilige, in reichen Gewändern jener Zeit gekleidet, umringen Maria, welche Gaben von Engeln empfängt, die zu beiden Seiten ihres Thrones  knien wie Knappen vor einer Dame des Hofes.

 

- Guidoriccio da Fogliano, Der Hauptmann der Seneser, von Simone Martini gemaltes Werk aus dem Jahre 1328.

- Die Allegorie der guten und der schlechten Regierung und ihre Auswirkungen  auf Stadt und das Land. Geschaffen von Ambrogio Lorenzetti zwischen 1338 und 1340. Charakteristisch für diese Werke ist die Aufmerksamkeit, die den natürlichen Elementen gewidmet wird.